home   ••   about me   ••   about the blog   ••   about my photography   ••   formspring


26. Mai 2012

Achterbahn und Zuckerwatte


Bunte, blinkende Lichter, Geräusche und Musik, glückliche Kindergesichter, kreischende, fröhliche, essende Menschen – es ist Kerwezeit.
Auf mich wirkt das alles heute nicht (mehr) so anziehend und Zuckerwatte habe ich ohnehin noch nie gemocht, aber es ist ein Ort, an dem man in Kindheitserinnerungen abtauchen kann. Die Kinderkarussells, die ich damals so geliebt habe, sind immer noch dieselben und stehen noch an denselben Stellen wie damals. Der Geruch nach Süßigkeiten und Bratfett ist zwar nicht immer angenehm, aber auch er hat sich nicht verändert. Ein kurzer Moment, in dem man in die Kinderwelt abtaucht und sich erinnert wie es war, als man noch nicht ahnte, dass das ganze Leben eine Achterbahn ist.
 

 

23. Mai 2012

Glück

Kürzlich würde ich von Marie getagged und zwar zum Thema Glück. Wie ihr vielleicht wisst, gehe ich nicht immer so ganz konventionell an solche Tags heran (wenn überhaupt...), aber dieses Thema regt durchaus zum Nachdenken an.

Davon ausgehend, dass Glück im Sinne von „Ich bin glücklich!“ gemeint ist – was ist dieses Glück eigentlich?
Ein paar Autos in der Garage einer riesigen Villa mit Pool und Meerblick an einem Ort mit ganzjährlich perfektem Wetter? Ein Traumjob, der viel Geld bringt, einen nicht allzu sehr fordert und genug Urlaub bereithält, um diesen mehrmals pro Jahr in der Karibik verbringen zu können?
All diese materiellen Dinge hat wohl kaum jemand von uns. Doch die meisten sind, denke ich, trotzdem glücklich.
Auch ich mit meinem 08/15 Studentenleben, den vollen Straßenbahnen und Zügen ohne eigenes Auto, dem einen kleinen Zimmer mit Blick auf den Hof.
Ich weiß, dass meine Schulzeit mit dem Zeichnen von Blättern in Biologie und dem wochenlangen Durchkauen von für mich uninteressanten Lektüren genauso wenig das Glück meines Lebens war wie es jetzt die Studienzeit mit dem permanenten Kopfzerbrechen über mathematische Beweise ist, aber ich weiß auch, dass ich damit auf einen möglichen Traumjob hinarbeite und ich sehe das derzeitige Studentenleben „nur“ als Zwischenstation, auf der ich verschiedenen Menschen begegne, die auch auf der Durchreise sind und mit ihnen Verschiedenes erlebe.
Und Dinge, die mich glücklich machen, finde ich überall dazwischen, selbst in den allerkleinsten Nischen. 
Es sind die Schokostückchen im Müsli. 
Ein Storch, der mir an der Uni plötzlich über den Weg läuft. 
Ein tolles neues Lied. 
Ein unerwartet leerer Zug. 
Eine zufällige Begegnung mit einem lieben Menschen. 
Ein vergessenes, leckeres Stück Schokolade im Schrank. 
Eine überraschend gut gelungene Frisur. 
Das erste Eis des Jahres.
Und es gibt noch so viel mehr, wofür der Platz hier gar nicht ausreichen würde!



Ich tagge auch diesmal niemanden bestimmten, aber ihr dürft natürlich ebenfalls etwas schreiben, gerne auch zum Thema Glück, da mich ohnehin interessieren würde, wie andere das sehen :) 

Wer sich langweilt, darf bei Formspring übrigens fleißig Fragen stellen, das vertreibt dann nämlich auch mir eine eventuell eintretende Langeweile ;)

14. Mai 2012

Hunger 1 : 0 Faulheit


Hunger und keine Lust, zu kochen – das ist schon eine recht ungünstige Situation :D
Aber ich habe mich heute ein wenig selbst ausgetrickst, indem ich die Fotos in meinem mittlerweile recht gut gefüllten Essens-Ordner angeschaut habe und der Appetit auf leckeres Essen dann doch so groß wurde, dass er die Unlust überstieg, juhu :)

Was macht ihr, wenn ihr euch partout nicht zum Kochen aufraffen könnt? (Falls sowas bei euch überhaupt vorkommt... Wer weiß, vielleicht bin ich ja die einzige Faule!)
 
Apfelmus-Mascarpone-Dessert mit Amarettini
Spinat-Quiche



























Hier könnt ihr übrigens weiterhin eure Fragen an mich loswerden – ich bin auch nicht zu faul, sie zu beantworten, versprochen! ;)

8. Mai 2012

Kabelpause


Einigen wird vielleicht aufgefallen sein, dass ich meinen Blog in den letzten paar Tagen vernachlässigt habe, nicht auf Kommentare geantwortet habe und bei Formspring inaktiv war (das alles wird natürlich nachgeholt!). An der Stelle auch ein großes Danke an die Leser, die während meiner Abwesenheit hinzugekommen sind!
Mein Cousin und seine Frau waren bei meinen Eltern zu Besuch (sie wohnen nicht gerade um die Ecke und mein Cousin war tatsächlich vor 15 Jahren zuletzt bei uns - damals waren wir noch Kinder :)) und trotz Schlafplatzmangel habe ich mich spontan entschlossen, die Tage auch dort zu verbringen und nahm eine kleine Internetpause in Kauf.
Und ich muss sogar sagen, dass ich es gar nicht verkehrt finde, manchmal ein wenig auf das Internet zu verzichten und zu merken, dass das Leben auch ohne Kabelsalat funktioniert und sich ohne Maus oder Touchpad steuern lässt und es keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Luxus ist, heute im Gegensatz zu z.B. vor 15 Jahren mit ein paar Klicks rausfinden zu können, wie das Wetter in Timbuktu gerade ist oder wer eigentlich Amerika entdeckt hat, sobald es einen interessiert.

Ein paar Fotos sind in den letzten Tagen natürlich auch entstanden:
 
 


 

3. Mai 2012

Lieblinge

Ich mag das Gefühl, mit einer gefüllten Speicherkarte nach Hause zu kommen, die Fotos durchzuschauen, mich über ein paar schöne Exemplare zu freuen und dann sogar ein Bild, das man nicht so schnell vergessen wird, das Potenzial hat, zu den liebsten Bildern zu gehören, die man je gemacht hat, zu entdecken.

Das ist wie ein Essen zu kochen, das schmeckt und sogar zu einem neuen Lieblingsessen avancieren könnte.
Oder wie eine Klausur zu bestehen und obendrein eine gute Note zu erhalten.
Es ist wie ein Spiel zu gewinnen und dabei einen richtig guten Spieler zu schlagen.
Es fühlt sich an, wie sich auf einen schönen Tag zu freuen und dann mit bezauberndem Sonnenschein überrascht zu werden.
Fast wie ein Geschenk zu bekommen und festzustellen, dass es überdies etwas ist, was man sich schon lange gewünscht hat.




Noch Fragen? Immer her damit! Und zwar hierher :)

29. April 2012

Ankündigungen im April

Nachdem ich entdeckt hatte, dass jemand meinen Blog bei Bloglovin eingetragen hatte und ich dort schon sieben Follower habe, meldete ich mich kurzerhand dort an und so könnt ihr meinen Blog nun auch offiziell dort verfolgen :)

Außerdem könnt ihr mich ab sofort auch bei Formspring ausquetschen :)


Und nach den Ankündigungen jetzt noch schnell der besagte April:











 

22. April 2012

Tickende Zeitbomben oder doch ganz friedlich?

Ein freier Nachmittag. Vielleicht ein kleines Spiel? Die einen scheuchen verärgerte Vögel über ihr Handy, die anderen begeben sich an den PC. Manch einer zieht gerade seine Sims an, der nächste pokert wie ein Profi und wiederum ein anderer spielt Minigolf im virtuellen Gras.

Währenddessen laufen im Fernsehen die Nachrichten und man hört den Sprecher sagen, dass der Norweger Anders Breivik, der im vergangenen Jahr bei erschütternden Anschlägen 77 Menschen umbrachte, vor seiner Tat das gewalttätige Computerspiel World of Warcraft gespielt hatte.
Ein Computerspiel also mal wieder. Klar. Wir wissen ja, dass nach solchen Taten immer danach gesucht wird und man wird immer wieder fündig. Ob nun Breivik oder ein Schüler, der Amok läuft, ob nun in Norwegen, Amerika oder Deutschland, ob nun das berühmt-berüchtigte Counter-Strike oder irgendein beliebiges, anderes Computerspiel, sie scheinen eine der Grundlagen für derartige Attentäter zu sein.
Aber müssen wir folglich Angst haben, dass die zahlreichen Spieler auf dieser Welt alle den Hang haben, Amok zu laufen, nachdem sie ausgiebig gespielt haben? Immerhin spielen alleine über 12Mio. Menschen auf der Welt World of Warcraft.
Oder reift nach der Abschaffung der Wehrpflicht an den deutschen PCs eine neue Armee voller gewaltbereiter und bestens trainierter Freiwilliger, die unglaublichen Spaß am Töten haben, heran?

Meiner Meinung nach haben sich Computerspiele aufgrund ihrer Darstellung in den Medien zu einem falschen Schuldigen entwickelt.
So wird World of Warcraft pauschal als Gewaltspiel bezeichnet, obwohl es ein Rollenspiel ist, in dem Gewalt gewiss nicht im Mittelpunkt steht, und keine Ähnlichkeit zu einem Shooter wie Counter Strike besitzt.
Es mag sein, dass jemand, der eine solch grauenhafte Tat plant, sich im Vorfeld auch dazu hingezogen fühlt, seine Vorstellungen virtuell auszuleben, doch die Medien suggerieren uns, dass der Umkehrschluss gilt und man somit nicht nur vom Täter zum Spieler, sondern auch vom Spieler zum Täter wird. Diesen Umkehrschluss kann man per se genauso wenig ziehen wie daraus, dass man isst, wenn man Hunger hat, zu schließen, dass man Hunger bekommt, wenn man isst. (Als Mathe-Studentin habe ich übrigens schon unzählige Male erlebt, dass man nicht automatisch in beide Richtung folgern kann, aber diese Beispiele erspare ich euch jetzt ;))
Wenn es so wäre, müsste man dann nicht auch davon ausgehen, dass auch andere Dinge, die man bei allen Amokläufern findet (z.B. Fernseher, Deo, Brot, Bettwäsche,...) zum Morden animieren? Aber für die Medien ist es natürlich viel spannender, zu sagen, „Er hat PC-Spiele gespielt.“ als, „Er benutzte Deo.“.

Ich will gewiss nicht verteidigen, was Breivik und co. getan haben, aber solche Vorurteile sind allen anderen Spielern gegenüber nicht fair, denn niemand möchte das Gefühl haben, er hätte ein „böses“ Hobby und sei eine Art versteckter Terrorist und eine tickende Zeitbombe innerhalb der Gesellschaft. Zumal genauso jedem selbst überlassen ist, ob er mehr Spaß daran hat, einer Sims-Familie ein pinkfarbenes Bett zu kaufen oder durch die Welt von World of Warcraft zu laufen, wie eine kitschige Liebeskomödie mit einem garantierten Happy End einem Actionfilm mit zehn Bösewichten vorzuziehen.
Niemand sollte, sofern er keine unschönen Absichten hat, das Gefühl haben müssen, sein Hobby lieber zu verschweigen, als schief angeschaut zu werden.

ein PC-Spiel und ein bisschen Schleichwerbung für das Profi-Team Team Dignitas


Möglicherweise werde ich mit diesem Text kontroverse Meinungen hervorrufen, aber ich kann sagen, dass ich früher selbst nicht angezweifelt habe, was die Medien zu diesem Thema zu sagen hatten – bis ich liebe Menschen kennen gelernt habe, die viel spielen und mir einen ausführlichen Einblick in diese Welt als Hobby und auch in die Profi-Spieler-Welt gewährt haben.
Zwar habe ich selbst schon ein paar Spiele mehr oder weniger gespielt (ja, auch Counter-Strike habe ich ein Mal ausprobiert), aber ich würde nicht sagen, dass ich regelmäßig spiele, weshalb meine Ansichten durchaus die einer Außenstehende sind und vielleicht andere, die sich noch nie näher mit dieser Thematik beschäftigt haben, dazu bewegen, die Darstellung der Medien kritisch zu sehen :)